Gemeinsame Hilfsaktion von Wilhelma und ZGAP für das Riesengürteltier in Brasilien

Riesengrteltier-im-Rio-Doce-State-Park

Die Wilhelma, der Zoologisch-Botanische Garten in Stuttgart, und die ZGAP setzen sich jetzt gemeinsam für den Schutz der gefährdeten Riesengürteltiere in Brasilien ein. Aufgrund der schweren Brände und der weiteren Zerstörung des Lebensraums sowie illegaler Jagd sind die imposanten Tiere leider verstärkt bedroht und benötigen dringend Hilfe.

In zwei wichtigen Projekten fördern wir daher zusammen den Schutz der verbliebenen Populationen: Im Cerrado, einer Savannenlandschaft im brasilianischen Inland, kommen Riesengürteltiere noch vor. Imker töten sie aber immer häufiger, weil die Insektenfresser bei der Nahrungssuche Bienenstöcke zerstören. Das Hauptziel dieses neuen Projekts ist es daher, den Konflikt mit den Imkern durch Aufklärungskampagnen und ein wildtierfreundliches Zertifizierungssystem für die lokalen Produkte der Menschen zu beseitigen.

Das zweite Projekt im Rio Doce State Park schützt die letzten Riesengürteltiere des Atlantischen Regenwaldes Brasiliens. Feldforschung, vor allem mit Wildkameras zur Dokumentation der dort lebenden Tiere, und Umweltbildung sollen die örtliche Bevölkerung sensibilisieren und die illegale Jagd eindämmen. Beide Projekte haben bereits die ersten wichtigen Ergebnisse geliefert. Die jetzt erfolgte Auswertung der „Kamerafallen" aus dem Cerrado belegt, dass Riesengürteltiere an 49 Orten nachzuweisen sind. Und im Rio Doce State Park gelangen auf diese Weise äußerst seltene Aufnahmen von Riesengürteltieren am Tag und – noch erstaunlicher – von zwei männlichen Tieren in demselben Bau.

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