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Hirola (Beatragus hunteri)

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Die Hunter-Antilope oder Hirola ist eine der selteneren Antilopen Ostafrikas. Sie gehört zur Verwandschaft der Kuhantilopen. In der Vergangenheit wurde sie als Unterart der Leierantilope angesehen, heute stuft man sie aufgrund von Unterschieden in der Gehörnauslage als eigene Art ein. Die Hirola ist vor allem durch die Nahrungskonkurrenz mit Hausrindern und den Verlust ihres Lebensraums vom Aussterben bedroht (IUCN critically endangered – vom Aussterben bedroht).

Die ZGAP fördert seit 1997 Erhaltungsprojekte für die Hirola, aktuell ein Projekt zur Untersuchung von Landschaftsveränderungen auf die Population.

Untersuchung der Auswirkung von Landschaftsveränderung, Degradationsgrad und Raubtier-Rekolonisation auf den Zusammenbruch der vom aussterben bedrohten Hirola oder Hunters Antilope in Ijara, Kenia

Laufzeit

November 2013 bis Dezember 2014

Projektleitung

Dr. Jacob R. Goheen, Assistenzprofessor

Focus-Arten

  • Hirola (Beatragus hunteri)

Beteiligte Partner

  • University of Wyoming
  • Kenia Wildlife Service
  • Zoological Society of London

Ziel des Projektes

Schutz der vom Aussterben bedrohten Hirola Antilope. Ihr Lebensraum beschränkt sich auf ein nur 1200 km2 großes Gebiet zwischen Kenia und Somalia. Heute gibt es nur noch 500 Exemplare dieser Art. In Kenia-Somali sollen deswegen geeignete Freilassungsorte für die erfolgreiche Wiederansiedlung der Hirola identifiziert werden. Gleichzeitig wird, ob eine verbesserte Landbewirtschaftung dazu beiträgt, die Hirola langfristig zu schützen.

Das Projekt wurde vom Ministerium für Science and Technology Kenia, Kenia Wildlife Science und den lokalen Behörden genehmigt.

Projektpartner

  • Associations of Zoos and Aquariums
  • Denver Zoo
  • Mohamed Bin Zyed Species Conversation Fund
  • People’s Trust for Endangered Species
  • Rufford Foundation
  • Zoological Society of London’s EDGE Programm

Projektstatus

Seit 2011 wurden 12 Scouts eingestellt, um die Wissenschaftler zu unterstützen. Diese Scouts wurden ausgebildet, um Hirola-Herden aufzuspüren, zu identifizieren und um die Flora zu untersuchen.

2012 wurden 48 Hirola in ein geschütztes Gebiet ohne Raubtiere wie Löwen, Leoparden oder Hyänen umgesiedelt. Dabei wurden alle Tiere mit Ohrmarken markiert, um sie später wieder identifizieren zu können.

Des Weiteren wurden 8 adulte Weibchen anhand ihrer individuellen Fellzeichnung außerhalb von diesem geschützten Gebiet in einem Habitat mit Raubtieren identifiziert. Diese Weibchen werden genutzt, um insgesamt 8 Herden mit 55 Individuen zu beobachten. Zusätzlich wurden im Jahr 2012 an 9 Weibchen aus unterschiedlichen Herden GPS-Halsbänder angebracht, um die Herden wiederzufinden und um demographische Merkmale wie die Überlebens- und Geburtenrate abschätzen zu können.

Aussichten

Bis vor kurzem war der Schutz der Hirola oder Hunters Antilope aufgrund von Spannungen zwischen Somalis und Wildhütern aus anderen Ethnien Kenias schwierig. Aufgrund der somalischen Stammeszugehörigkeit von Abdullah Hussein Ali (ausführender PhD Studenten), der auch Repräsentant für den Schutz der Hirola ist, sind die langfristigen Aussichten für den Schutz dieser Art positiv zu bewerten. Ziel ist die langfristigen Erholung der Bestände in enger Zusammenarbeit mit Dr. Andanje vom kenianischen Wildlife Service.

ZGAP Project Code 1. Beatragus hunteri.KEN.1997