Letzte Kaiseramazonen auf Dominica nach Hurrikan „Maria“ in Gefahr

Die eindrucksvollen Vögel kommen nur auf der karibischen Insel Dominica vor. Da diese ebenso wie viele andere karibische Inseln stark von den Hurrikans der vergangenen Wochen getroffen wurde, kam es zu einer fast vollständigen Zerstörung ihres Lebensraums.

Von den zuvor ca. 250 bis 350 verbleibenden Papageien wurde nach dem Hurrikan kein einziger mehr gesichtet.

Die ZGAP plant gemeinsam mit Partnerorganisationen die Unterstützung eines Projektes, in dem der aktuelle Status der Kaiseramazone erhoben wird.

Aufbauend auf diesen Erkenntnissen sollen die am besten geeigneten Schutzmaßnahmen umgesetzt werden. Die ZGAP bittet alle um Unterstützung dieser Projekte, damit so schnell wie möglich die Bedrohung der Kaisaramazonen abgewendet werden kann.

 

 

Die verheerenden Hurrikane der vergangenen Wochen haben viele Inseln in der Karibik schwer getroffen. Der Inselstaat Dominica, der zu den kleinen Antillen gehört, wurde durch den Hurrikan „Maria“ fast vollständig zerstört.

 

Nachdem nun die ersten Schäden begutachtet sind, wird klar, dass der Wirbelsturm nicht nur die Menschen schwer getroffen hat. Auch für die üppige und artenreiche Tier- und Pflanzenwelt, der die Insel den Beinamen „The nature island“ (Naturinsel) verdankt, hatte der Hurrikan katastrophale Folgen.

 

Zu den betroffenen Tierarten gehört auch die Kaiseramazone, ein spektakulärer Papagei, der auf Dominica endemisch ist, also weltweit nur dort vorkommt. Von den eindrucksvollen Vögeln gab es vor dem Hurrikan nach Schätzungen der Weltnaturschutzunion (IUCN) nur noch etwa 250-350 Tiere. Seit dem Hurrikan wurde allerdings kein einziger davon mehr gesehen!

 


 

Nach Rückmeldung von Mitarbeitern der Forstbehörde Dominicas wurden die Wälder, in denen die Vögel bisher gelebt haben, abgesehen von kleinen Überresten, die geschützt in Bergtälern liegen, fast vollständig zerstört. Zwar stehen viele Bäume noch, sind aber durch den Sturm vollkommen entlaubt und bieten damit derzeit überlebenden Vögeln weder Deckung noch Futter. Kaiseramazonen sind sehr stark auf die Berg- und Nebelwälder der Insel angewiesen und reagieren sehr empfindlich auf Störungen oder Veränderungen in ihrem Lebensraum. Daher ist zu befürchten, dass der Hurrikan den seltenen Tieren schweren Schaden zugefügt hat

Während auf den anderen, von den zahlreichen Hurrikans der vergangenen Wochen schwer getroffenen Inseln bereits Hilfe für bedrohte endemische Tierarten angelaufen ist, hat für die Papageien Dominicas bisher nur die Rare Species Conservatory Foundation in Florida, eine gemeinnützige Naturschutzstation, deren Gelände selbst schwer von den Hurrikans getroffen wurde, Gelder und Hilfsmittel gesandt. Das soll sich nun ändern!

Die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP), die sich bereits seit mehr als 30 Jahren für unbekannte und hochbedrohte Tierarten einsetzt, hat bereits in der Vergangenheit Projekte zum Schutz der Kaiseramazone auf Dominica gefördert. Gemeinsam mit der Loro Parque Fundacion und der Rare Species Conservatory Foundation möchte die ZGAP nun die altbewährten Strukturen für ein Notfallprojekt nutzen, in dem herausgefunden werden soll, wie es um diese extrem seltenen Vögel steht und wie ihnen nach dem schweren Wirbelsturm so schnell und so gut wie möglich geholfen werden kann.

Wenn Sie zum Schutz der stark bedrohten Amazone beitragen möchten, können Sie gerne eine Spende auf das folgende Bankkonto überweisen:

Spendenkonto Papageienschutz
Volksbank im Unterland
IBAN: DE95 620 632 63 00 88 945 006
Stichwort: Dominica