Brasilien:
Wasserpumpen-Projekt zum Schutz des Lear-Aras
Der illegale Papageienhandel boomt - sehr zum Schaden auch für den Lear-Aras
(Anodorhynchus leari; Fotos: Heinz Lambert), der nach dem berühmten
ornithologischen Zeichner Edward Lear benannt ist. Im brasilianischen Bundesstaat
Bahia, wo der Lear-Ara ausschließlich vorkommt, werden gelegentlich
immer noch Exemplare von Vogelfängern für den Verkauf eingefangen
oder von Farmern geschossen, die ihn von ihren Maisfeldern fernhalten wollen.
Seit mittlerweile über zehn Jahren ist die Art auf der Roten Liste der
Weltnaturschutzunion (IUCN) als "vom Aussterben bedroht" (critically endangered)
eingestuft.
Der brasilianische Farmer Otavio de Farias ergriff Maßnahmen zum Schutz
der schönen Papageien. Auf seiner Farm, mit einer Fläche von circa
20.000 Hektar, hält de Farias um die 150 Rinder, 1000 Schafe sowie einige
Pferde. Außerdem, und gerade das ist außergewöhnlich, beheimatet
seine Farm auch 240 der insgesamt rund 600 existierenden Lear-Aras.
Auf einem Teil des Farmgeländes werden überhaupt keine Weidetiere
gehalten, sodass ein üppiger und sich gut verjüngender Bestand
an Licuri-Palmen (Syagrus coronata) existiert. Die Nüsse dieser
Palme stellen die Hauptnahunrg der Aras dar. Der Farmer baut auch Mais an,
um so die Aras von den Feldern der Nachbarfarmen fernzuhalten. Allerdings
wurde ihm seine Arbeit in der niederschlagsarmen Region durch den permanenten
Wassermangel erschwert. Diesem Problem nahm sich die ZGAP an und finanzierte,
dank der Spende zweier ZGAP-Mitglieder, die Konstruktion einer Wasserpumpe
sowie die Verbindung zwischen der Pumpe und dem schon vorhandenen Brunnen
durch ein verzweigtes Rohrleitungs- und Schlauchsystem bis zu den Maisfeldern. |